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Astronomische Erkenntnisse

Am 25. Mai 1842 stellte Christian Doppler der königlichen Böhmischen Gesellschaft sein Buch "Über das farbige Licht der Doppelsterne" vor und wurde damit in aller Welt berühmt.

Die Physiker hatten damals schon gelernt, die Frequenzen des Lichts (als elektromagnetische Schwingung) zu messen und stellten fest, daß rotes Licht eine kleinere Frequenz hat (ab 390 THz, das heißt 390 mit 12 Nullen Schwingungen in einer Sekunde!) als blaues Licht (bis 770 THz).

Je schneller sich ein Stern von uns entfernt, desto mehr ist sein Licht zu kleineren Frequenzen, also zum Rot hin verschoben. Das Licht bestimmter Elemente hat dabei kleinere Frequenzen als bei uns oder bei näheren Sternen wie dem kleinen gelben Stern Sonne.

Es war dabei eine große Hilfe, daß manche Stoffe nur eine ganz bestimmte Farbe (Frequenz) erzeugen (oder verschlucken). Bei der Untersuchung mit einem Glasprisma sieht man diese "Spektrallinien".

Bei Doppelsternen kreisen meist ein kleinerer und ein größerer Stern um den gemeinsamen Schwerpunkt. Wenn ihre Bahnebene genau zur Erde weist, bedeckt der größere Stern regelmäßig den kleineren. Dann kann man die maximale Geschwindigkeit der beiden Sterne zum Zeitpunkt des größten scheinbaren Abstands mit Hilfe der Dopplerverschiebung sehr genau bestimmen. Trotz mangelhaftem Wissen über die Farben der Sternarten zur Zeit Dopplers - er stellte eine für die Astronomie sehr brauchbare Theorie auf, die erst später als richtig bewiesen werden konnte.

Heute kann man mit Hilfe des Dopplereffekts nicht nur die Geschwindigkeiten der Sterne und Galaxien im Verhältnis zu uns berechnen, sondern auch ihre Entfernungen, die Rotationszeiten (Umdrehungszeiten), die Auswurfgeschwindigkeiten von Supernovas und vieles mehr. Auch die Erforschung von Röntgensternen ist so möglich.

Die moderne Astronomie wäre ohne die Erkenntnisse Christian Dopplers nicht vorstellbar, ja gar nicht möglich!

Christian Doppler Forschungs- und Gedenkstätte
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